Konzertsaal

Adresse: 

Heinrich - Tessenow - Straße 49, 18146 Rostock

Bauherr: 

Eigenbetrieb „Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock“

Planer: 

ARCHITEKTURBÜRO ALBERT UND BAIER

Leistungsphase: 

Farb- und Materialkonzept

Bearbeitung:

2024-2025

Farb- und Materialkonzept für einen Konzertsaal

Das Musikgymnasium Käthe Kollwitz hat seit der Gründung 1992 einen besonderen musisch- künstlerischen Schwerpunkt ab der Orientierungsstufe. Der zu der Schule dazugehörige Veranstaltungssaal im Ersatzneubau wird als Konzertsaal genutzt. Dieser Saal ist durch eine raumhohe bewegliche Trennwand teilbar und somit separat und akustisch getrennt nutzbar. Die getrennten Räume mit unterschiedlichen Anforderungen an die Akustik, werden als Chorprobenraum mit Bühne und als Ensembleproberaum mit Rang genutzt.

Die Klangqualität des Konzertsaals für musikalische Darbietungen und für angemessene sprachliche Kommunikation wird maßgeblich durch eine zweckgerechte Auswahl der Materialien und einem gezielten Einsatz von schallharten und schallabsorbierenden Oberflächen sowie akustischen Systemen in Abhängigkeit von der Raumgeometrie optimiert.

Der Innenausbau ist mit Flächen aus Gipskartonplatten erfolgt, die Wand hinter der Bühne schallhart als Reflexionsfläche ausgebildet. Zudem sind Schallabsorbierende Flächen an den mobilen Trennwänden integriert. In dem Ensemble- und Chorraum sind sowohl Wand- als auch Deckenflächen aus akustischen Gründen gefaltet und haben unterschiedliche Oberflächen mit passender akustischer Wirkung.

Um den Innen- und Außenraum des Gebäudes zu einer Einheit zu verbinden, findet sich die Farbgebung der Fassade im Veranstaltungssaal in abgeminderter Form wieder. Hier wurde auf klassische Farben wie Sand, Beige, neutrale, warme Grau-Töne und erdig, neutrales Rot gesetzt. Um den sehr hohen Raum optisch zu fassen wurde eine abgedunkelte Deckenfarbe gewählt, alle Lüftungselemente und sonstige Einbauten daran angepasst. Für die Faltung und die unterschiedlichen Oberflächen der Wand im Ensemble- und Chorraum wurde ein abgetöntes Weiß gewählt. Die akustisch wirksame Verkleidung des Ranges und die modernen Stühle greifen den warmen und beruhigenden Holzton des Bodens auf und gliedern sich zurückhaltend ein. Farbliche Akzente lockern die strikte Reihenbestuhlung auf.

Der Raum nimmt sich optisch zurück. So werden die Menschen, die den Raum nutzen in den Vordergrund gestellt.

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